January 15, 2020 sarah

2020: Das Jahr der VR Brillen?

Auf der diesjährigen CES wurden zahlreiche neue kabellose VR Headsets vorgestellt. Doch handelt es sich dabei um billige Kopien der Oculus Quest oder können sie mit Facebooks Virtual Reality Brille mithalten? Hier erfahren Sie, welche Headsets 2020 erscheinen und wie sie im Vergleich zu bisherigen VR Brillen abschneiden.

8K XTAL Ultrawide Headset von VRgineers

VRgineers 8K Headset

©VRgineers

Das kalifornische Unternehmen VRgineers enthüllte auf der CES es sein neuestes XTAL-Headset, mit gestochen scharfer 8K-Auflösung, verbesserten Linsen und Video-Pass-Through. Das Headset wurde ursprünglich für die NASA konzipiert und lässt sich dank Leap-Motion-Sensoren über Augenbewegungen und Gesten steuern. Die erste Version des XTAL-Headsets erschien vor zwei Jahren und hat seitdem viele Verbesserungen erfahren, aber laut Unternehmen soll die neueste Version des Headsets nun eine noch bessere Bildqualität liefern und Textinhalte deutlich lesbarer darstellen. Mit einem stolzen Preis von 8.000 Dollar ist die XTAL definitiv nicht für Verbraucher gedacht. In der Automobilindustrie und im Militär dürfte diese Brille dennoch Anklang finden.

Panasonic Ultra HD VR-Brille

Der neuen Panasonic VR-Brille haben wir bereits einen Artikel gewidmet und auch auf diversen anderen Mixed Reality Portalen taucht dieser Brille immer wieder auf. Kein Wunder, denn mit Ihrer auffälligen Steampunk-Optik ist die Brille ein echter Hingucker und besticht gleichzeitig mit ihrem kompakten Design. Dank ihres Micro-OLED-Panels und eines neuen optischen Treibers, zeigt die Brille natürliche und verzerrungsfreie Bilder ohne Screen-Door-Effekt. Das heißt, beim Blick durch das Headset werden keine Linien zwischen den Pixeln sichtbar, wie es normalerweise der Fall ist, wenn Sie einen Bildschirm aus nächster Nähe betrachten.

Panasonic VR Glasses Steampunk

©panasonic

Panasonic kündigte sein Headset als die weltweit erste kompakte High Dynamic Range (HDR) fähige VR-Brille an und hofft auf den Durchbruch des 5G-Mobilfunknetzes, um Live-Konzerte oder Sport-Ereignisse in Echtzeit auf die Brille streamen zu können. Ob sich die Panasonic gegen die technisch versierteren Oculus durchsetzen kann, bleibt fraglich. Dennoch liefert die Brille einen Ausblick, wie VR-Hardware für die breite Masse attraktiver werden könnte.

Pico Neo 2 Eye VR-Headset

Pico Neo2

©Pico Interactive

Das chinesische Unternehmen Pico Interactive stellte auf der CES sein Modell Neo 2 Eye vor. Im Headset ist dieselbe Eye-Tracking-Technologie wie bei der HTC Vive Pro verbaut und es verfügt über die beste 4K-Auflösung innerhalb seiner Preisklasse. Mit seinem 101° Sichtfeld und einen Qualcomm Snapdragon 845 Prozessor liegt das Pico Neo 2 Eye Headset nur knapp hinter der Oculus. Der Hersteller zielt im Gegensatz zur Quest allerdings auf Unternehmen ab, die VR-Anwendungen auf Messen vorstellen wollen. So lassen sich beispielsweise die Gesichtspolster der Brille problemlos wechseln. Auch der verbaute Kiosk-Modus, die Freisprechfunktionen und die Fernsteuerung des Headsets sprechen dafür, dass Pico seine Brille an Aussteller verkaufen will. Mit 900 Dollar liegt die Brille im oberen Preissegment der kabellosen Headsets.

Pimax 8K X

Der VR-Hersteller Pimax stellte auf der CES sein neues Headset aus seiner beliebten 5K-Headset-Serie vor: Das Pimax 5K SUPER!

Pixam 8k

© Pimax

Das Pimax 8K X besticht mit einer Bildwiederholungsfrequenz von 180 Hz – höher als bei jedem anderen Headset auf dem Markt. Die VR-Brille ist mit SteamVR kompatibel und somit eine interessante Alternative zur Oculus Rift S. Mit 499 $ ist das Headset jedoch nur auf dem ersten Blick günstiger als die Rift, da man zusätzlich zum Headset noch Valve Knuckle Controller und eine Basisstation zum Tracking benötigt, um die Primax 8K X in vollem Umfang nutzen zu können.

ThirdEye X2 MR Brille

ThirdEye ist führender Anbieter von Unternehmenslösungen im Bereich Augmented und Mixed Reality und gab nun bekannt, dass seine Mixed Reality-Brille X2 neue Gestenfunktionen zur Verbesserung der Arbeitsqualität und Leistung für Unternehmen enthält.

Die X2 MR-Brille wiegt nur 300 Gramm und ist damit derzeit die leichteste Mixed-Reality-Brille auf dem Markt. Dass sich die Brille nicht an Verbraucher richtet, wird spätestens beim Preis von 1950 Dollar klar. Wenn man dem Gründer von ThirdEye Glauben schenkt, dürfte sich die VR Brille aber nach kürzester Zeit bezahlbar machen, da ein Mitarbeiter eines Unternehmens mit der X2 fast 40 Prozent produktiver arbeiten können sollen.
Auch die X2 verfügt über eine Steuerung über Handgesten, um den Workflow der Mitarbeiter nicht nur die Bedienung eines Controllers zu unterbrechen. Eine Besonderheit stellt das integrierte proprietäres Simultan-Lokalisierungs- und Mapping-System (VisionEye SLAM), das erweiterte MR-Funktionen ermöglicht.

Loading...