December 9, 2019 sarah
Mit der Einführung des iPhones vor über 10 Jahren veränderte Apple mit einem Paukenschlag die Art, wie wir Medien konsumieren und miteinander kommunizieren. Ob in der Bahn, auf der Straße oder zu Hause auf dem Sofa – der Blick aufs Handy gehört für die meisten Menschen zum Alltag dazu. Gerüchten zufolge soll der Großkonzern jedoch bereits an der nächsten technischen Revolution arbeiten: Augmented Reality Brillen sollen Daten und Bilder direkt in unser Auge projizieren. 

Wann kommt Apples AR-Brille?

Die Gerüchteküche brodelt. Bereits seit 2017 arbeite Apple laut Insidern an einem Augmented Reality Headset. Apple-Fans hatten gehofft, dass bereits dieses Jahr die Brille als neuestes Produkt angekündigt wurde. Leider müssen sie sich weiterhin gedulden, denn neue Berichte besagen, dass Apple hinter den Kulissen plane, die AR Brille erst 2022 auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen selbst gehe laut Insidern davon aus, die Smartphones mit AR bis 2030 komplett ersetzen zu können. Doch: Ist diese Prognose realistisch?

Von Google Glass bis HoloLens: Der steinige Weg der AR-Brille

Das bekannteste Beispiel für den Versuch, Augmented Reality brillen auf dem Markt zu etablieren, war die Google Glass aus dem Jahr 2013. Googles erste massentaugliche AR-Brille sah zwar futuristisch aus und bot ein paar nützliche Funktionen wie die Sprachbedingung, doch Anklang fand die Brille nur in einem kleinen Kreis aus Technikfans. Größtes Manko: Die Brille musste für seine Funktionen durchgehend mit dem Internet verbunden sein. 2015 stellte Google das Projekt ein. Im selben Jahr kündigte Microsoft an, an einer Mixed Reality Brille namens HoloLens zu arbeiten. Im Gegensatz zur Google Glass richtete sich die HoloLens vor allem an professionelle Anwender, die die Brille etwa für 3D-Visualisierungen von Gebäuden und Modellen nutzen wollen.

Ist die Zeit reif für Augmented Reality Brillen?

Obwohl Augmented Reality Brillen von der Mehrheit der Menschen noch nicht akzeptiert werden, prognostiziert Apple eine Steigerung des Absatzes von VR- und AR-Headsets von 9 Millionen auf bis zu 68 Millionen Stück pro Jahr bis 2023. Seit einigen Jahren kauft Apple immer wieder kleine Unternehmen auf, die an Augmented Reality arbeiten. Seit neuestem widmet der Großkonzern AR eine eigene Unterseite, auf der sie diverse Augmented Reality Apps und Anwendungsfelder vorstellen. Ein Hinweis darauf, dass Apple mit AR etwa Großes planen könnte.

Doch warum sollte es ausgerechnet Apple gelingen, mit Augmented Reality Brillen bisherige Smartphones zu ersetzen?

Apple ist Design Experte

Wenn Apple eines kann, dann Produkte erschaffen, die den Nutzern optisch gefallen. Eine große Schwachstelle bisheriger AR Brillen ist das Design. Für eine funktionale Brille muss bisher enorm viel Technik im Gestell verbaut werden. Klobige Modelle sind da vorprogrammiert. Eine AR-Brille aus dem Hause Apple hätte dieses Problem voraussichtlich nicht. Wie das Unternehmen dies umsetzen wird, ist allerdings noch unklar.

Die Technologie hat sich weiterentwickelt

Seit der ersten Google Glass ist einige Zeit vergangen. Mittlerweile beteiligen sich diverse große Unternehmen am Rennen um die beste, schnellste und schönste Augmented Reality Brille. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das erste Modell erscheint, das bei den Verbrauchern gut ankommt.

Fazit

Die Einschränkungen und Nachteile der heutigen Smartphones sind nicht zu leugnen. Allein die negativen Auswirkungen auf unsere Haltung und das ständige nach-unten-Schauen sind Grund genug, warum das Smartphone wenig zukunftsträchtig ist. Die Frage ist also nicht ob, sondern wann das Smartphone ersetzt wird. Derzeit weisen viele Einzelheiten darauf hin, dass es sich beim Ersatzprodukt um ein Apple-Gerät handeln wird.

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